Sehnsucht nach Ordnung

Sehnsucht nach Ordnung für Leib und Seele

  • 21. Februar 2018

Im Laufe der Jahre als Vollzeitmama, hat sich meine Sehnsucht nach Ordnung für Leib und Seele und meine Grenze für aushaltbares Chaos sehr stark verändert.

Grundsätzlich bin ich immer ein eher chaotischer Mensch gewesen, der allerdings wenn notwendig, gut strukturiert sein kann. Für mich, ist es wichtig zu wissen, wo sich die Dinge befinden, wenn auch nicht immer bestens geordnet.

Das Chaos mit Baby

Als meine erste Tochter zur Welt kam – ehrlicher Weise schon davor- brach bei uns Chaos aus. Überhäuft von Babygewand, Babyspielzeug und Utensilien, die man für ein Baby eigentlich gar nicht braucht, trat bezüglich Ordnung schaffen oder halten vermischt mit Schlafmangel und der generell neuen Situation völlige Überforderung auf. Im Laufe der Jahre und nach der Geburt meiner zweiten Tochter wurde natürlich weder das Gewand weniger, noch die Spielsachen.

Nach dem Umzug in eine etwas kleinere Wohnung, waren wir ziemlich vollgeräumt mit unzähligen und unnötigen Dingen. Bis dahin habe ich das Chaos ganz gut ausgehalten. Doch irgendwann begann es mich unsagbar zu nerven. Jeden Abend mindestens eine Stunde zu brauchen um das Wohnzimmer wieder ansehnlich zu machen, nach einem Tag mit zwei kleinen Kinder ist sehr mühsam. Oft blieb alles einfach liegen.

Doch genau das, wollte ich nicht einfach so hinnehmen. Ich wollte eine Mama von mehreren Kindern sein, deren Wohnung nicht im Chaos „versinkt“.

Die Sehnsucht nach Ordnung

Ich habe mich nach zwei Dingen besonders gesehnt:

1. nach einem strukturierten Alltag

2. nach einer Ordnung, die ich schaffe zu halten.

Beides unglaublich schwierig. Dachte ich.

Und zugegeben, so einfach ist es auch nicht.

Lösung gefunden – Prioritäten richtig setzen

Zu beiden habe ich tatsächlich für mich wunderbare Lösungen gefunden. Mir fiel ein Buch in die Hände welches ich förmlich verschlungen habe.Ich habe begonnen mein Leben nach Prioritäten zu ordenen. Allem den richtigen Stellenwert gegeben.

Werden die Prioritäten richtig gesetzt wird die Sehnsucht nach Ordnung für Leib und Seele gestillt. Ich habe Tages, Wochen, Monats und Jahrespläne erstellt, wie ich es von meiner Arbeit als Lehrerin schon kannte. Und so habe ich meinen Alltag Schritt für Schritt geordnet und Struktur in mein Leben gebracht.

Schon das genaue Nachdenken darüber, wie ich mir meinen Alltag vorstelle und wie die Realität aussieht, hat mir geholfen Ordnung zu schaffen. Die Umsetzung war dann in manchen Bereichen, sogar relativ leicht. Natürlich kann man mit kleinen Kindern nicht alles planen, denn es reicht schon ein krankes Kind und der Alltag läuft anders. Aber es hilft Struktur zu schaffen, um danach leichter wieder in den Alltag einzusteigen.

Minimalismus

Meine zweite Sehnsucht, nämlich die nach der Ordnung im Haushalt wurde auch immer mehr gestillt, nachdem ich, dank meiner Schwägerin begann, mich mit dem Thema Minimalismus zu beschäftigen. Ich habe begonnen, mich damit auseinanderzusetzen, wie viele Dinge wir als Familie tatsächlich brauchen und was alles überflüssig und kräfteraubend ist.

Ein Thema mit dem ich mich noch heute sehr viel beschäftige. Beim Minimalismus geht es darum die Dinge auf das Notwendige zu reduzieren, denn wer nicht so viel besitzt muss nicht so viel zusammenräumen. Dies mit Kindern zu vereinbaren, ist nicht so leicht.

Ich habe bei meinen Kindern begonnen, das Spielzeug, mit dem sie gar nicht spielen herzugeben und habe mir pro Kind eine Anzahl an Spielzeug überlegt die ok ist. Alles weitere wurde in Schachteln verpackt. 1 Mal im Monat wird die Schachtel geholt und die Kinder können das Spielzeug eintauschen.

Und siehe da, unser Wohnzimmer ist am Abend in 10 min in Ordnung, früher brauchte ich 1 Stunde. Ich werde in einem weiteren Beitrag näher darauf eingehen, wie man denn Ordnung mit kleinen Kindern im Haus schaffen kann. Ich habe versucht den Minimalismus in allen Wohnbereichen umzusetzen und kann sagen, dass ich nun schon die guten Früchte ernten darf. Es wurde alles um einiges leichter. Noch nicht perfekt, aber viel leichter.

Wie ist das so bei Euch? Habt Ihr auch so eine große Sehnsucht nach Ordnung für Leib und Seele?

 

 

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