Berufung als Ehefrau

Meine Berufung als Ehefrau

  • 19. Februar 2018

Alle Tage meines Lebens die Berufung als Ehefrau leben

Vor Gottes Angesicht nehme ich dich an
als meinen Mann.
Ich verspreche dir die Treue
in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens.

Mit diesem Trauungsspruch habe ich im Jahr 2011 meinen Herzensmann, nach einer spannenden Verlobungszeit zum Ehemann genommen. Mit dem festen Entschluss alle Tage meines Lebens an seiner Seite zu sein. Ihn mit all meinen Kräften zu lieben und zu versuchen ihm eine gute Ehefrau zu sein. Keine leichte Aufgabe. Jede Frau die ein paar Ehejahre hinter sich hat, weiß wovon ich rede und dass man dies aus eigener Kraft nicht schafft. Aber das wunderbare und erlösende für mich ist, dass ich es aus eigener Kraft nicht schaffen muss, sondern dass es einen Gott gibt, der mir dabei hilft und von dem ich all meine Kraft schöpfen darf. Eine unendliche Kraftquelle die nie versiegt, zu der ich immer kommen kann.

Mein Herzenswunsch

Mein innigster Wunsch war es immer den Menschen zu finden, der für mich gedacht ist. Ich wusste, nur mit diesem Menschen, möchte und kann ich meine Berufung als Ehefrau leben. Dies war ein Prozess von Jahren, in denen ich auch manchmal gezweifelt habe. Aber wenn ich auf meine Geschichte zurückschaue, so sehe ich, dass sie PERFEKT ist. Das jeder Tag ein Geschenk war und ich kann dankbar sein, dass ich schlussendlich MEINEN MANN gefunden habe.

Ich erlebe viele Menschen, die sehr unruhig sind, weil sie das Gefühl haben, nicht den richtigen Partner zu finden. Dies kann eine sehr belastende Situation sein.  Doch meine Erfahrung ist es, dass wenn man sich von Gott führen lässt, das Leben in Seine Hände legt, er einen nicht enttäuschen wird. ER hat großes vor und vollbringt Wunderbares.

Drum prüfe wer sich ewig binde

Wir dürfen unendlich dankbar sein, wenn wir den Menschen bereits gefunden haben. Jedoch möchte ich immer wieder betonen, dass es notwendig ist sich ordentlich zu prüfen, bevor es zu einer Eheschließung kommt. Denn die rosarote Brille hat schon so manchen getäuscht. Ich halte sehr viel von einem guten Ehevorbereitungskurs. Es ist unbedingt notwendig heraus zu finden, ob der Partner tatsächlich der passende Mann für die Ehe ist.  Bin ich mir der Berufung als Ehefrau bewusst? Streben wir nach demselben Ziel? Haben wir die gleichen Wertevorstellungen? Decken sich unsere Vorstellungen zum Thema Kinder?

All diese Fragen und viele mehr müssen vor der Ehe geklärt werden.

Es geht um die Liebe

In meiner Berufung als Ehefrau geht es vor allem darum, meinen Mann zu lieben. Also nicht danach zu streben, selbst geliebt zu werden, sondern Wege zu finden, wie ich lieben kann. Wo ich mich einbringen oder meinem Mann helfen kann, durch meine Anwesenheit und Unterstützung. Und dies alles, nicht nur in den Momenten, in denen alles wie von selbst läuft und alles gut ist, sondern besonders dann, wenn es schwer fällt, es Überwindung kostet. Denn das sind die Momente, in denen er mich am meisten braucht. „Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten!“ Obleich man sich Liebe ohnehin nicht verdienen muss.

Die Liebe zum Herzensmann besteht nämlich nicht nur aus einem Gefühl, sondern lebt  auch von der Entscheidung, dass wir JA zueinander gesagt zu haben. Die Liebe ist kein Bauchgefühl, das endet wenn mal nichts zu spüren ist. Es lebt von der Enscheidung und Entschlossenheit des Herzens. Wenn mich später einmal meine Enkelkinder fragen, wer denn meine große Liebe war, dann möchte ich nicht in Erinnerungen suchen müssen, sondern antworten: „Da sitz Er!“

Die Prioritäten richtig setzen

In vielen Vorträgen, die ich in den letzten Jahren gehört und besucht habe, habe ich gelernt, wie wichtig es ist, meine Berufung als Ehefrau ernst zu nehmen. Denn im Alltag passiert es sehr leicht den Ehemann hinten anzustellen. Besonders mit kleinen Kindern, die einen ständig fordern kann es passieren, dass man den Ehemann übersieht oder hinten anstellt. Dies muss gar nicht mit Absicht geschehen, sondern schleicht sich im Alltag gerne ein. Wir haben aus diesem Grund einen Eheabend pro Woche eingeführt, der nur uns als Paar gehört. Es ist auch sehr ratsam, an diesem Abend nicht nur über die Kinder zu sprechen, sondern auch über andere Themen. Dem Thema Eheabend werde ich einen extra Beitrag widmen.

Bau dein Haus auf Fels

Es ist wichtig, dass wir verstehen, dass wir nur dann gute Eltern sein können, wenn die Basis passt. Ich bin selbst dafür verantwortlich, wie viel ich dazu beitrage, eine gute Ehe zu führen und genauso auch mein Mann. Und das Fundament, der Fels auf den wir bauen, ist Gott. Ich habe in den letzten Jahren immer mehr gesehen, wie perfekt wir zusammen passen bzw. wie gut wir uns ergänzen. Und das bedeutet bei Weitem nicht, dass wir vom Wesen her gleich sind, im Gegenteil. Wir sind sehr verschieden, in unserem Charakter und unserem Stil, aber die Eckpfeiler sind die Gleichen und unser Ziel auch.  Mein „Herzensmann“ besitzt viele Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ich nicht habe und umgekehrt. Sehr praktisch.  Immer mehr lerne ich, unsere Unterschiede zu schätzen, denn sie bereichern uns und machen das Leben so spannend.

 

Bei der Überlegung, wie ich konkret meinem Mann dienen kann, helfen mir folgende Fragen:

  • Wie geht es meinem Mann momentan?
  • Benötigt er in einem Bereich meine Hilfe um schneller voran zukommen?
  • Womit kann ich ihm eine kleine Freude machen?

 

Wie geht es Euch mit Eurer Berufung als Ehefrau?

 

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