Die Berufung als Mutter leben

  • 19. Februar 2018

„Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar geschaffen hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.“  Psalm 139

Die Berufung als Mutter zu leben ist ein großartiges Geschenk und erfüllt mein Herz täglich mit Liebe und Dankbarkeit. September 2012. In meinem Armliegt meine Tochter. Mein erstes Kind. Wow. Jetzt bin ich Mutter……

Du bist da, mein Kind

Ein unglaublicher Moment, geprägt von Schönheit und Freude aber auch etwas Unsicherheit, was nun auf mich zu kommt. Ich bin der Meinung, dass man erst in dieses Mama-sein hineinwächst und die Größe dieser Berufung als Mutter, zunächst auch gar nicht begreifen kann. Dieses kleine Wesen, dass nun so abhängig ist von seiner Mutter, so zerbrechlich und wunderschön, ist nun für immer Teil meines Lebens. Für immer werde ich mit meiner kleinen Prinzessin verbunden sein und nun auch mit der zweiten Prinzessin und dem Prinzen. Wie wunderbar, fantastisch.

Die Jahre vergehen so schnell

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Zeit schneller dahin rast als ich es mir wünsche. Es gibt Momente mit meiner Familie, in denen ich am liebsten die Zeit anhalten würde. Die Kinder werden so schnell groß, ich möchte ihnen noch so viel sagen, so viel mitgeben auf ihrem Weg. Sie stärken damit sie mutig ihren Weg gehen.

Die Gesellschaft braucht Frauen die den Schatz in ihrer Berufung als Mutter erkennen

Es ist der größte Beitrag, den man für die Gesellschaft leistet, wenn man seine Berufung als Mutter ernst nimmt. Wir Mütter sind es, die aus den Kindern mitfühlende, barmherzige Wesen machen. Wir sind es die sie prägen, von uns lernen sie den Unterschied zwischen richtig und falsch und zwischen gut und böse. Deswegen ist es wichtig, das Mütter anwesend sind im Alltag. Präsent sein, in einer unbeständigen Welt. Zuhause ein Ort der Sicherheit. Dies alleine ist schon eine große Herausforderung, in Zeiten, in denen immer mehr Mütter Vollzeit arbeiten müssen. Aber Fakt ist, eine Mutter ist nicht ersetzbar. Und die Arbeit, die sie zuhause leistet ist unbezahlbar und von ungeheurem Wert. Leider wird dies oft von der Gesellschaft abgewertet und auch unterschätzt. Die Kinder von Heute sind die Erwachsenen von Morgen.

Wir sind die Vorbilder unserer Kinder

Meine Gedanken kreisen immer wieder über dem Thema der christlichen Erziehung. Was dies für mich bedeutet. Nämlich nicht nur den Kindern das Gebet, sondern auch die Dankbarkeit, die Barmherzigkeit,  die Fähigkeit zu Vergeben oder den Sinn für die Schönheit der Schöpfung zu lehren. Dies sind für mich sozusagen Eckpfeiler einer christlichen Erziehung und dienen dazu, das Ziel vor Augen zu haben, heilig zu werden. Und wir als Eltern sind dazu die Vorbilder. Was wir ihnen vorleben, werden sie verinnerlichen.  Dies bedeutet, dass ich ständig an mir selbst arbeiten muss, um auch als gutes Beispiel voran zu gehen. Eine schwere Aufgabe. Unsere Kinder sind unsere schärfsten Kritiker und spiegeln unser Verhalten. Stört uns zum Beispiel die Wortwahl unserer Kinder, müssen wir als Eltern zunächst selbst überlegen, welche Wörter wir verwenden. Dies gilt für alle Bereiche unseres Lebens.

„Julia Engelmann: Du bist mein Ursprung, mein Vertrauen, meine Insel und mein Schatz. Mein Mund, der formt dein Lachen, mein Herz schlägt deinen Takt.“

Die Gaben sichtbar machen

Weiters geht es für mich bei der Berufung als Mutter darum, das Kind zu formen, aber nicht in dem Sinn, dass ich aus ihm etwas mache, das es gar nicht ist, sondern indem es zu dem Menschen werden kann den Gott erdacht hat. Die jeweiligen Talente und Gaben sichtbar machen, und die Stärken des Kindes hervorzuheben. Unsere Kinder sind so einzigartig und in jedem stecken unterschiedliche Gaben und Talente. Mir tut das Herz weh, wenn immer wieder versucht wir alle Kinder in den gleichen Topf stecken zu wollen. Das kann nicht gut gehen. Wir Mütter sind die besten Beobachter unserer Kinder. Wir kennen und studieren sie. Wir wissen um ihre Stärken und Schwächen Bescheid. Manchmal brauchen die Kinder etwas Hilfe diese Gaben zu entdecken, und manchmal leben sie diese schon ganz selbstverständlich.

Aus der Wohnung ein Zuhause machen

Die Berufung als Mutter beinhaltet auch die Herausforderung, den Kindern ein geborgenes Zuhause zu schaffen. Ein Ort, an dem man lachen und weinen, schreien und toben, lieben und geliebt werden, und einfach man Selbst sein darf. Ohne Maske, einfach nur Sein. Mein Ziel ist es, dass die Kinder sich wohl und geliebt fühlen und wir ihnen ein Zuhause zu geben, das immer ihr sicherer Hafen sein soll. Ein Ort an dem die Türen ganz weit offen stehen und ihre Mama immer auf sie wartet. Ein sicherer Platz, auch wenn draußen der Sturm wütet. Oder wie beim verlorenen Sohn, der vom Vater sehnlichst erwartet wird.

Die Mühe lohnt sich

Wir Mütter haben eine große Aufgabe, aber ich bin überzeugt, dass sich die Mühe tausendfach lohnt. Es lohnt sich jeden Tag das Beste zu geben. Dennoch ist es wichtig, nicht zu streng mit sich selbst zu sein. Denn wir sind eben nicht perfekt. Und wenn wir an einem Tag scheitern, können wir am nächsten Tag neu beginnen. Mit neuer Kraft und frischem Mut.

Liebe Mamas da draußen: Danke für Euren Dienst an Euren Kindern! Ich macht das super!

 

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